Ein leises Boot zieht unter den gewölbten Brücken von Jože Plečnik dahin, vorbei an Marktständen und Fassaden, die wie Theaterkulissen wirken. Der Kapitän erzählt von Hochwasser, Frühnebel und der besten Bäckerei am Ufer. Während Schwalben schneiden, gleitest du sitzend durch die Stadt, als würdest du lesen, statt zu hetzen, und legst gesammelte Eindrücke behutsam zwischen die Seiten.
Auf der hölzernen Pletna greifen die Ruder gleichmäßig ins Wasser, während das Ufer still zurückweicht. Die kleine Insel lädt zum Läuten der Glocke, deren Klang über Spiegelungen wandert und Wünsche trägt. Ohne Motor bleibt Raum für Stimmen, Wind und das leise Klatschen der Wellen, bis am Steg wieder Zeit einsetzt und ein Lächeln bleibt.
Ein elektrisch betriebenes Ausflugsschiff gleitet fast lautlos über das tiefe Blau des Bohinjer Sees. In versteckten Buchten spannen sich Spiegelbilder von Fichten und Felsen. Der Kapitän zeigt auf Wasserläufe, erzählt vom Wintereis und Sommertauchen. Weil nichts drängt, nimmst du kleine Falten im Berg wahr, fühlst die Luft kühler werden und legst die Jacke zufrieden enger.
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